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Informationen

Hier finden Sie interessante Informationen zu Untersuchungs- und Behandlungsmethoden sowie zu häufig vorkommenden Krankheitsbildern.

  • Diabetes

    Am wichtigsten: Leben Sie gesund!

    Die Basis der Therapie ist die Diabetes-Schulung. Hier erfahren neu diagnostizierte Patienten mit Typ-2-Diabetes, wie Sie durch einen gesünderen Lebensstil mit regelmäßiger Bewegung und Abbau von Übergewicht selbst dazu beitragen können, ihre Blutzuckerwerte zu senken.

    Jeder Betroffene sollte sich darum bemühen, dass sein Arzt ihn zu einer entsprechenden Schulung überweist. Diabetologische Schwerpunktpraxen, aber auch viele Kliniken bieten diese an. Informationen gibt es beispielsweise bei den Krankenkassen.

    Bewegung und Abnehmen verbessern die Insulinempfindlichkeit der Zellen und bewirken so, dass der Zucker besser aus dem Blut in die Zellen gelangt. Vielen Menschen mit Diabetes gelingt es, ihre Blutzuckerwerte allein durch eine gesundheitsfördernde Lebensweise wieder in den Normalbereich zu senken. Allerdings ist der Diabetes damit nicht geheilt. In der Regel lässt die Insulinproduktion der Bauchspeicheldrüse im Laufe der Jahre nach, auch bei Nichtdiabetikern. Deshalb steigen die Blutzuckerwerte wahrscheinlich irgendwann trotz gesunder Lebensweise und erfordern eine Behandlung mit Medikamenten.

    Sport: Den inneren Schweinehund überwinden

    Experten empfehlen: Versuchen Sie in jedem Fall, mindestens 10.000 Schritte am Tag zu gehen. Das gelingt, indem man das Auto öfter einmal stehen lässt, Treppen statt Aufzug oder Rolltreppen benutzt oder am Abend noch einen längeren Spaziergang macht. Erfahrungsgemäß ist ein Schrittzähler eine nützliche Motivationshilfe.

    Im Idealfall bewegt man sich an mindestens fünf Tagen in der Woche etwa eine halbe Stunde lang. Günstige Ausdauersportarten sind Laufen, Nordic Walken, Radfahren oder Schwimmen. Auch ein regelmäßiger flotter Spaziergang hat schon positive Auswirkungen.

    Faustregel: Die Intensität der Belastung ist richtig, wenn Sie leicht ins Schwitzen kommen und sich noch unterhalten können. Sie müssen sich also nicht völlig verausgaben.

    Wer bislang keinen Sport getrieben hat, sollte sich zuvor unbedingt ärztlich untersuchen lassen. Denn bei körperlicher Anstrengung braucht der Herzmuskel mehr Blut. Bei verengten Blutgefäßen kann es so passieren, dass das Herz nicht ausreichend versorgt ist. Menschen mit Diabetes bemerken die Warnzeichen einer solchen Unterversorgung häufig nicht rechtzeitig, weil die Zuckerkrankheit die dafür verantwortlichen Nerven geschädigt hat.

    Im Einzelfall kann es sinnvoll sein, Sport in einer ärztlich betreuten Gruppe (Herzsportgruppe, Diabetes-Sportgruppe oder Senioren-Sportgruppe) zu treiben. Besprechen Sie die Möglichkeiten mit Ihrem Arzt; Informationen gibt es auch bei der Krankenkasse.

    Gesundheitsfördernde Ernährung

    Für Menschen mit Diabetes gelten grundsätzlich die selben Empfehlungen für eine gesunde Kost, wie für Menschen ohne Diabetes. Auch Zucker ist nicht tabu. Der Anteil an der täglichen Kalorienzufuhr sollte zehn Prozent (rund 30 - 50 g) nicht überschreiten - versteckte Zucker, etwa in süßen Brotaufstrichen, Fruchtnektar, Konserven und Obst eingeschlossen.

    Zuckerhaltige Getränke sollten Menschen mit Diabetes vermeiden. Es sei denn, sie wollen damit eine Unterzuckerung behandeln. Der Grund dafür ist, dass der Zucker aus den Getränken sehr schnell ins Blut gelangt und zu Blutzuckerspitzen führt, die für die Gefäße schädlich sind. Zucker sollte generell möglichst in verpackter Form aufgenommen werden, das heißt in Form von Ballaststoffen und langsam verdaulichen Stärkeprodukten. So geht er langsamer ins Blut, es kommt nicht zu raschen Anstiegen.

    Ballaststoffe senken den Blutzucker

    Ballaststoffe bewirken, dass der Zucker langsamer ins Blut übertritt. Dadurch wirken sie glättend auf den Blutzuckerspiegel.  Eine große Studie hat nachgewiesen, dass eine ballaststoffreiche Ernährung auch den Blutzuckerlangzeitwert HbA1c günstig beeinflusst.

    Hinzu kommt, dass Ballaststoffe auch die Blutfettwerte verbessern und, da sie länger satt machen, beim Abnehmen helfen. Ballaststoffreiche Lebensmittel sollten daher reichlich auf dem Speiseplan stehen. Viel trinken unterstützt eine ballaststoffreiche Ernährung zusätzlich. So quellen die Ballaststoffe im Darm und können ihre positiven Eigenschaften entfalten.

    Reichlich Ballaststoffe liefern zum Beispiel:
    • 1 Portion Rosenkohl (200 g): 9 g
    • 1 Portion Grünkohl (200 g): 8 g
    • 1 Portion Möhren (200 g): 7 g
    • 1 Portion Broccoli (200 g): 6 g
    • 1 Portion Blumenkohl (200g ): 6 g
    • 2 mittelgroße Kartoffeln (160 g): 4 g
    • 1 mittelgroße Birne: 4 g

    Übergewicht abbauen

    Eine dauerhafte Gewichtsabnahme gelingt in der Regel nur, indem man seine Ernährung umstellt und sich regelmäßig bewegt. Die tägliche Kalorienzufuhr sollte den tatsächlichen Energieverbrauch nicht übersteigen. Beim Essen sollte auf die Fettzufuhr geachtet werden. Ungünstig sind vor allem gehärtete Fette z.B. Kokosfett. Durchschnittlich nimmt jeder Deutsche pro Tag 130 g Fett auf - empfohlen sind aber nur 60 g.

    Auf fette Wurst und fetten Käse sollten Sie möglichst verzichten. Bei Milch und Milchprodukten fettreduzierte Varianten wählen. Bei der Zubereitung sind Öle mit einfach ungesättigten Fettsäuren, etwa Oliven-, Raps-, oder Walnussöl zu bevorzugen. Von Vorteil wäre es auch, einmal pro Woche Seefisch zu essen. Vor allem Lachs, Hering und Makrele liefern wertvolle Omega-3-Fettsäuren.

  • EKG und Lungenfunktion

    EKG

    Bestimmte Symptome aber auch bestimmte Fragestellung wie etwa Narkosefähigkeit machen eine Ableitung der Herzströme, ein ElektroKardioGramm, notwendig. Nicht selten muss zur Abklärung unklarer Brustschmerzen sofort durchgeführt werden, gelegentlich aber auch als Leistung über Terminvergabe (Narkose).

    Lungenfunktion

    Zur Abklärung von Beschwerden mit der Atmung aber auch als Verlaufskontrolle bei bekannten Lungenerkrankungen wie Asthma und COPD können wir eine Lungenfunktionsprüfung (im Praxisjargon LuFu abgekürzt) durchführen.

    Ultraschalluntersuchungen (Sonographie)


    Untersuchungen der Bauchorgane sollten in aller Regel morgens nüchtern durchgeführt werden. Einen Termin dafür wird das Praxisteam gerne mit Ihnen festlegen.

    Ebenfalls auf Termin aber nicht notwendigerweise nüchtern bieten wir die Untersuchung der Schilddrüse, meist in Verbindung mit entsprechenden Blutwerten, an.

    Spezielle Untersuchungen

    
Manche Untersuchungen z. B. Test bei Demenzverdacht, erfordern einen erhöhten Zeit- und/oder Personalbedarf. 
Auch dafür können wir mit Ihnen zusammen einen geeigneten Termin auch außerhalb der angegebenen Sprechzeiten vereinbaren.

  • Gewichtsprotokoll

  • Haarausfall

    Sie bemerken subjektiv derzeit vermehrten Haarausfall und machen sich Sorgen, ob dahinter eine ernsthafte Erkrankung steckt und ob das sogar fortschreitet.

    In der Medizin kennen wir wenige, dafür aber recht gut aufgeklärte Ursachen:

    Androgenetischer (sog. „männlicher“) Haarausfall, Kreisrunder Haarausfall, Haarausfall bei Hautpilz u. A. und wenige, äußerst seltene Ursachen, die meist durch den Facharzt behandelt werden.

    Der häufigste aller Gründe jedoch ist, dass es sich um ein vorübergehendes Phänomen handelt.

    Eine weitere Abklärung ist daher meines Erachtens nicht notwendig und auch nicht sinnvoll.

    Sollten Sie das trotz dieser Aufklärung eine weitere Abklärung wünschen, werden die Kosten nicht von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen.

  • Kieler Kopfschmerzkalender

    Der Kieler Kopfschmerzkalender

    Kopfschmerzen können in sehr unterschiedlicher Weise auftreten. Eine möglichst genaue Kenntnis der Erscheinungsweise der Kopfschmerzen ist für die richtige Diagnose und insbesondere optimale Behandlung unbedingt erforderlich.

    Dieser Kopfschmerzkalender dient dazu, eine genaue Beschreibung Ihrer Kopfschmerzanfälle zu ermöglichen.

    Bringen Sie bitte den Kalender zur nächsten Sprechstunde mit.

    Alltags-Tipps für Migränepatienten

    Erkennen und meiden Sie Ihre persönlichen Migräneauslöser

    Halten Sie einen gleichmäßigen Schlaf-Wach-Rhythmus ein, auch an den Wochenenden und in den Ferien.

    Treiben Sie regelmäßig den Sport, der Ihnen Spaß bereitet, wie z.B. Schwimmen, Radfahren, Wandern.

    Planen Sie Ihren Tagesablauf und nehmen Sie sich nicht zu viel vor. Gönnen Sie sich hin und wieder eine Pause.

    Essen Sie möglichst regelmäßig und zur gleichen Zeit.

    Sagen Sie auch mal nein. Lassen Sie sich nicht zu Dingen überreden, die Sie eigentlich nicht tun wollten, denn dies ist meist mit Stress verbunden.

    Entspannen Sie sich mit Hilfe bestimmter Techniken, wie z.B. progressive Muskelentspannungen nach Jacobsen, Biofeedback oder Stressbewältigungstraining.

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  • Magen-Darminfekt

    Banale Magen-Darminfekte (Brechdurchfall)

    Ursache: Erkrankungen des Magendarmtraktes, die Typischerweise mit Durchfall, Erbrechen und Bauchschmerzen einhergehen und in der Regel schnell ausheilen. Hervorgerufen durch Krankheitserreger, meist Viren (dann „Darmgrippe“), seltener durch verschiedene Bakterien.

    Beschwerden: Durchfall, Brechreiz und Erbrechen, Bauchschmerzen, Schwächegefühl, seltener Fieber.

    Verlauf: häufig schon nach ein bis zwei Tagen vollständig ausgeheilt. Bei länger bestehendem Verlauf muss natürlich auch an unangenehmere Keime wie Salmonellen gedacht werden.

    Komplikationen: schwere Durchfälle können vor allem bei Kindern zu einer unter Umständen lebensgefährlicher Austrocknung (Exsikkose) führen.

    Therapie: Wichtig: Ausreichender Flüssigkeits- und Salzersatz, damit der Kreislauf und das Befinden stabil bleiben! Wegen der Gefahr des Auslösens von Brechen bzw. Durchfall anfangs Flüssigkeit in kleinen Schlückchen, diese aber häufiger. Dabei nur Sachen wählen, auf die man im Augenblick auch etwas Lust hat oder die einem im Moment zumindest nicht widerstehen.

    Anfangs nur Flüssigkeit: je nach Geschmack: Tee, z.b. Pfefferminz oder Kamille, auch Schwarztee, gutes reines Wasser entweder Leitungswasser oder gute Mineralwässer, Cola oder Gemüsebrühe aus Lauch und Karotten, alternativ eine reine Bouillon (Würfel).

    Später, wenn flüssiges sicher im Körper bleibt: zur Gemüsebrühe auch das Gemüse selbst hinzugeben, zusätzlich mit Kartoffeln; Bouillon jetzt auch mit zerschlagenem Ei als Einlaufsuppe oder mit Haferflocken als Haferschleimsuppe empfehlenswert, Reissuppe, Nudelsuppe, Bananen.

    Zuletzt: Zwieback oder Toastbrot mit Kochschinken oder weichem Ei, Kartoffelpüree, Reis, Nudeln, Salzkartoffeln, gekochtes Geflügelfleisch, erst danach Normalkost, aber noch nichts Fettes.

  • Ödeme

    Sie bemerken seit einiger Zeit Wassereinlagerungen, sogenannte Ödeme, meist an Knöchel/Unterschenkel.

    Das kann in seltenen Fällen und zusammen mit anderen Symptomen auf Herz, Kreislauf- oder Nierenerkrankungen hinweisen aber auch eine Nebenwirkung best. Medikamente sein.

    Die Krankheiten sind meist lange vorbestehend in aller Regel bekannt.

    In Ihrem Falle handelt es sich um ein meist jahreszeitlich über die „warmen Monate“ begrenztes Phänomen, das mehrere unbedeutende Ursachen (Temperatur, Bindegewebsschwäche, mangelnde Bewegung) hat und keinen Befund von Krankheitswert besitzt!

    Eine medikamentöse Therapie ist daher nicht indiziert!

    Sollten Sie dennoch auf eine - durchaus mögliche - Therapie bestehen, weise ich hiermit ausdrücklich darauf hin, dass die verwendeten Medikamente bis hin zu bösartige Herzrhythmusstörungen mit Todesfolge auslösen können.

  • Osteopathie

    Sehr geehrte Patienten,

    gelegentlich werben Krankenkassen mit Heilmethoden, die im allgemeinen keine kassenüblichen Leistungen darstellen.

    Es wird den Patienten die Kostenübernahme versprochen, wenn sie bei ihrem Arzt ein entsprechendes Rezept oder eine entsprechende Erklärung erhalten.

    Hiermit wird der Arzt aufgefordert, eine medizinisch gutachterliche Erklärung abzugeben, ob es sich bei dem Verfahren um ein geeignetes Verfahren handelt.

    Damit wird dem Arzt die Verantwortung für die Ausführung des Verfahrens rechtlich übertragen.

    Um ein solches Rezept oder eine Erklärung abgeben zu können, muss der Arzt die Notwendigkeit, die Zweckmäßigkeit sowie die Wirtschaftlichkeit dieses Verfahrens im Vergleich zu anderen kassenüblichen Verfahren einschätzen und beurteilen.

    Dazu ist bei dem Arzt die besondere Kenntnis osteopathischer Methoden vorauszusetzen, die einer besonderen Weiterbildung bedarf.

    Ich erfülle diese Vorraussetzungen nicht und werde daher eine solche Begutachtung nicht durchführen!

  • Herz-Kreislauf

    Wer ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder bereits eine koronare Herzerkrankung hat, der sollte seine Lebensgewohnheiten überdenken und verändern, um den Verlauf der Erkrankung günstig zu beeinflussen. Es ist ratsam, diese Änderung des Lebensstils in Absprache mit dem Arzt zu planen.

    Tipps: So leben Sie "herzgesund"

    Rauchen Sie nicht (mehr)

    Bewegen Sie sich regelmäßig: Gehen Sie beispielsweise eine halbe Stunde am Tag stramm spazieren, betreiben Sie drei bis sieben Mal pro Woche eine Sportart wie    Laufen, Schwimmen oder Radfahren. Wenn Sie bereits unter KHK leiden, erkundigen Sie sich bei Ihrem Arzt, welcher Sport in welchem Umfang für Sie geeignet ist, fragen Sie nach einer Koronarsportgruppe.

    Essen Sie ausgewogen und ballaststoffreich (Vollkornprodukte). Ideal ist die     "mediterrane Kost" mit viel Gemüse und Obst, regelmäßig Fisch und Meeresfrüchten, gesunden Ölen (beispielsweise Oliven-, oder Rapsöl) und wenig tierischen Fetten.

    Reduzieren Sie Ihr Übergewicht, allerdings nicht mit strengen und schnellen Diäten, sondern mit der richtigen Ernährung und viel Bewegung. Wenn dies nicht ausreicht oder wenn Sie stark übergewichtig sind, wenden Sie sich an Ihren Arzt und/oder eine qualifizierte Ernährungsberatung.

    Lernen Sie mit Stress umzugehen oder ihn zu vermeiden. Erkundigen Sie sich zum Beispiel nach Entspannungsübungen wie Autogenem Training oder Yoga.Gehen Sie regelmäßig zu Ihren Kontrolluntersuchungen beim Arzt.

    Lassen Sie eventuelle Erkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes mellitus oder einen erhöhten Cholesterinspiegel ärztlich behandeln. Nehmen Sie außerdem Ihre Medikamente regelmäßig und wie vom Arzt verordnet ein.

  • Gesunder Schlaf

    Tipps für gesunden Schlaf

    Einhalten eines regelmäßigen Schlaf-Wach-Rhythmus durch:

    • Konstante späte Zubettgehzeit
    • Konstante Aufstehzeiten am Morgen, unabhängig vom Zeitpunkt des Einschlafens (auch am Wochenende bzw. Urlaub!)
    • Möglichst kein Tagesschlaf (wenn, dann regelmäßig)
    • Insgesamt Verkürzen der Bettzeit

    Schaffen einer positiven Einstellung zum Schlafengehen:

    • Nur bei Müdigkeit zu Bett gehen
    • Entspannungsübungen
    • Schaffen von Schlafritualen (z.B. ein glas Milch trinken)
    • Aufstehen bei quälender Schlaflosigkeit (aber nichts aktivierendes unternehmen, sondern z. B. im Dunkeln Musikhören)
    • Keine Ausübung von mit Schlaf unvereinbaren Tätigkeiten im Bett (z. B. Essen, Arbeiten, etc.), sexuelle Aktivitäten ausgenommen
    • Nachts möglichst nicht auf die Uhr schauen und damit Schlafstörungen an bestimmte Zeiten binden (i.S. eines Lernprozesses)

    Allmähliche Verringerung der geistigen und körperlichen Anspannung vor dem Zubettgehen durch:

    • Regelmäßige körperliche Aktivität am Tag (mögl. vormittags)
    • Entspannungsübungen
    • Entspannende Schlafrituale (z.B. warmes Bad nehmen)
    • Keine anstrengenden körperlichen oder geistigen Tätigkeiten vor dem
    • Zubettgehen

    Äußere und innere Störquellen ausschalten durch:

    • Lärmdämmung
    • Angenehme Temperatur (z. B. 16° C)
    • Wecker umdrehen oder unters Bett stellen
    • Vermeiden von Koffein, Nikotin, Alkohol und schweren Mahlzeiten am späten Nachmittag und Abend
    • Wenn Schlafmittel nötig sind, dann nicht länger als 3 Wochen und nicht jede Nacht einnehmen

  • Zeckenbiss

    Verhalten bei einem Zeckenbiss

    • Die Bissstelle im Auge behalten
    • Beobachten ob sich um die Bissstelle ein roter wandernder Kreis bildet
    • Bei plötzlich auftretenden Kopf- und Gliederschmerzen die Praxis aufsuchen

    NEU: Ohne typische Anamnese und Symptomen soll eine Borrellienserologie (Blutentnahme!) nicht erfolgen ( zuviele falsch-positive Ergebnisse!). Wir bieten allerdings die Untersuchung der Zecke auf Borrellien mittels eines Schnelltestes an. So können wir gemeinsam und rasch über eine Therapie entscheiden - daher: Zecke entfernen, aufbewahren und mitbringen. Der FSME-Impfstatus sollte überprüft werden und ggf. eine Auffrischimpfung erfolgen.

    Zu welcher Jahreszeit treten Zeckenbisse vermehrt auf?

    Zeckenbisse treten häufig vom Frühjahr bis zum Spätherbst auf bei Personen, die sich beruflich oder in der Freizeit in der Natur aufhalten. Bei milden Wintern oftmals auch schon wesentlich früher.  Dabei werden die blutsaugenden Insekten an Wegrändern, Wiesen, im Wald, aber auch in Gärten oder Parks von Gräsern, Sträuchern oder Unterholz abgestreift. Zecken lassen sich nicht - wie häufig behauptet wird – von Bäumen fallen.

    Der Zeckenbiss selbst ist nicht gefährlich, aber während des Saugaktes können mit dem Speichel des Tieres Krankheitserreger übertragen werden. Die beiden wichtigsten durch Zecken übertragenen Erkrankungen sind die Borreliose und eine spezielle Form der Hirnhautentzündung, die Früh-Sommer-Meningo-Enzephalitis, kurz FSME.

    Borreliose

    Der Erreger der Borreliose ist ein Bakterium, das erst ganz am Ende des Saugaktes, wenn die Zecke genügend Blut aufgenommen hat, in die winzige Stichwunde gelangt. Ein möglichst frühes Entfernen der Zecke am Anfang des Saugaktes kann also eine Borreliose verhindern. Das Verbreitungsgebiet der Borreliose ist identisch mit dem der Zecken, ungefähr jede 5. Zecke trägt diese Bakterien in sich. Das erste Anzeichen dieser Erkrankung ist meist eine schmerzlose Hautrötung an der Zeckenbissstelle, die sich kreisförmig vergrößert und dabei im Zentrum wieder abblasst. Diese sog. "Wanderröte" kann bis zu 16 Wochen nach dem Zeckenbiss auftreten und von Jucken, Brennen, lokalen Lymphknotenschwellungen und allgemeinen, grippeähnlichen Symptomen begleitet sein. Im weiteren Verlauf kommen andere Symptome an verschiedenen Organen und Organsystemen dazu. Wird die Borreliose in diesem Stadium nicht erkannt und behandelt, kann ein chronisches Stadium mit Befall der Haut (sog. Pergamenthaut), der Gelenke (chronische Gelenkentzündungen), des Nervensystems (Kopf- und Nervenschmerzen) und des Herzens (chronische Herzmuskelentzündung) auftreten. Die Borreliose ist gut mit Antibiotika zu behandeln.

    FSME

    Die FSME wird durch ein Virus übertragen, das gleich mit Beginn des Blutsaugens der Zecke in den menschlichen Organismus gelangt. Nicht in allen Regionen Deutschlands können Zecken die FSME übertragen. Das Virus tritt vor allem in Baden-Württemberg und Bayern auf. Kleinere Verbreitungsgebiete finden sich außerdem in Rheinland-Pfalz, Hessen (Odenwald), im Saarland und in den neuen Bundesländern (Brandenburg, Sachsen, Thüringen). Aber auch in diesen Gebieten ist nur jede 100. bis 500. Zecke Virusträger. Außerhalb von Deutschland tritt die FSME vorwiegend in Ost- und Südosteuropa und in einigen Regionen Skandinaviens auf. Die Erkrankung verläuft von Person zu Person unterschiedlich schwer. Nur jeder dritte Infizierte erkrankt an einer fieberhaften "Sommergrippe", und nur jeder fünfte bis zehnte Infizierte zeigt eine Beteiligung des Nervensystems. Diese Erkrankungsphase beginnt mit massiven Kopfschmerzen und hohem Fieber, oft begleitet von Erbrechen und Nackensteifigkeit. Bei ca. 60% der Erkrankten bleibt es bei dieser "reinen" Hirnhautentzündung, die meist folgenlos abheilt. Eine schwerere Form mit zusätzlicher Entzündung des Gehirns kommt in ca. 30% vor. Dabei können dauerhafte Schäden in Form von psychischen Auffälligkeiten oder Lähmungen zurückbleiben. Die seltenste (ca. 10%) und schwerste Verlaufsform ist durch eine zusätzliche Beteiligung des Hirnstammes und des Rückenmarks gekennzeichnet. Trotz Behandlung auf der Intensivstation sterben einige dieser Patienten. Von den Überlebenden behalten zwei Drittel bleibende Schäden, meist in Form von Lähmungen. Eine ursächliche Therapie gegen das Virus ist nicht bekannt, es gibt aber eine gut verträgliche aktive Schutzimpfung.

    Was Sie tun können

    Eine festsitzende Zecke sollte sofort entfernt werden: Fassen Sie das Tier mit einer gut schließenden Pinzette möglichst nah an der Haut und entfernen Sie es unter deutlichem Zug und leichten Drehbewegungen. Die Drehrichtung ist dabei völlig nebensächlich. Zerquetschen Sie das Tier dabei möglichst nicht. Entgegen früheren Ratschlägen wird heute nicht mehr empfohlen, die Zecke mit Öl oder ähnlichem zu betäuben, da durch den "Todeskampf" des Tieres nur mehr infektiöse Flüssigkeiten in die Stichwunde gelangen.  

    Desinfizieren Sie die Stichstelle mit PVP-Iod-Lösung

    Beobachten Sie das Hautareal in den folgenden Tagen und Wochen; achten Sie besonders auf Entzündungszeichen oder Rötungen ( Wanderröte, s.o)

Sprechzeiten

Mo, Di, Do, Fr 8:00 – 11:30 Uhr
Mi 8:00 – 9:30 Uhr (Notfälle)
Di, Do 17:00 – 19:00 Uhr
  Termine außerhalb der Sprechzeiten nach Vereinbarung
Blutentnahmen täglich nach Terminvereinbarung

Anschrift

Reilinger Str. 32 | 68789 St. Leon-Rot
Telefon: 06227 / 59 411
E-Mail: info@dr-mittnacht.de